Eurothermen Oberösterreich: Fehlende Strategie und offene Fragen seit Jahren

Der aktuelle Bericht des Landesrechnungshofes zur Eurothermen-Gruppe zeigt aus Sicht der MFG klaren Handlungsbedarf bei Strategie, Investitionsplanung und Organisation.

„Wenn die letzte verschriftlichte Gesamtstrategie aus dem Jahr 2010 stammt und der Rechnungshof jetzt eine Neufassung sowie konkrete Detailkonzepte für die Standorte einfordert, dann ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass zentrale Fragen über Jahre nicht ausreichend geklärt wurden“, so MFG-Klubobmann Manuel Krautgartner.


Besonders kritisch ist für die MFG, dass der LRH trotz rund 28 Millionen Euro an Gesellschafterzuschüssen im Prüfungszeitraum festhält, dass eine Gesamtübersicht über künftige Investitionen und deren Finanzierung erst eingefordert werden soll.

„Das zeigt, dass es hier an einer klaren, abgestimmten Gesamtplanung fehlt“, so Krautgartner.

Auch bei der Organisation sieht der Rechnungshof Verbesserungsbedarf und spricht von weiterem Potenzial durch stärkere Standardisierung und Bündelung von Aufgaben. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Situation am Standort Bad Hall laut Bericht anhaltend schwierig.

„Der Rechnungshof legt offen, dass wesentliche Strukturfragen seit Jahren ungelöst sind – von der strategischen Ausrichtung bis zur Investitionsplanung“, betont Krautgartner. „Gerade bei einem Leitbetrieb des Landes braucht es hier endlich klare Entscheidungen und eine nachvollziehbare Gesamtlinie.”

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